Cursus Continuus Ausgabe B, Buch 1, Lektion 15: Ein Held auf der Flucht

(1)
Troja war eine stark befestigte Stadt in Asien, die Stadt ist in den alten Zeiten lange von den Männern der Griechen belagert worden. Denn Paris, der Sohn des Königs Priamos, hatte Helena, die Ehefrau des Königs Menelaos, aus Griechenland über das Meer in sein Heimatland geführt. Vergeblich hatten die Führer der Griechen die Weggeführte zurückverlangt: Die Trojaner verweigerten ihnen die Frau immer wieder. Deshalb kämpften die Griechen mit den Trojanern 10 Jahre mit höchsten Kräften, solange bis Troja, das durch List und nicht durch Kraft erobert worden war, selbst mit seinen Mauern und Türmen zerstört worden ist.
(2)
Da entkam Äneas, weil er von den Göttern selbst ermahnt und gerettet worden war, mit wenigem Gefolge und suchte Italien auf. Denn die Göttin Venus, die Mutter des Äneas, hatte ihren Sohn so ermahnt: "Durch den Willen Jupiters selbst ist den Trojanern ein neues Heimatland in Italien bestimmt worden." Äneas aber ist durch ungünstige winde durch die Meere in diese Region in Afrika getrieben worden, in der von Königin Dido eben Karthago gegründet worden war. Auch Dido selbst hatte ihr Vaterland verlassen, weil ihr Gatte Sychaeus vom eigenen Bruder, der nach Reichtum begierig war, ermordet worden war. Denn derselben wurde eine Falle gestellt. Deshalb hatte sie die Flucht ergriffen und suchte eine neue Heimat. Aber Äneas betrat kaum Karthago, als sich Dido in diesen schönen und tüchtigen Mann verliebte. Auch Äneas selbst verliebte sich in die Königin und blieb lange Zeit bei ihr.