Cursus Continuus Ausgabe B, Buch 1, Lektion 22: Herkules in Italien

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Herkules suchte, als er entfernten Gebieten der Erde entgegenging und große Gefahren auf sich nahm, sogar den Ort auf, an dem später Rom gegründet worden ist. Dort wohnte Euandrus Areas, der von Griechenland nach Italien übersetzte. Der von ihm in seinem Haus gern aufgenommene Herkules erzählte ungefähr dieses: "Ich habe schon viele lange Wege und Gefahren zurückgelegt, kein Weg aber war länger und gefährlicher als der, von dem ich gerade zurückgekommen bin. Ich habe schon mit vielen grausamen und schrecklichen Gegnern gekämpft. Keiner von ihnen aber war schrecklicher und grausamer als jener, ungeheure Geryon, dessen Rinder ich raubte. Er war nämlich viel größer als ein Baum, er besaß drei Körper und drei Köpfe und sein Hund war wilder als ein wilder Löwe und rannte schneller als der Wind."
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Während Herkules so erzählte, kommt aus einer nahen Höhle Cacus heraus, das schrecklichste Monster, das der Vater Vulcanus besaß. Er konnte Feuer speien und erfreute sich an den hässlichsten Morden der Menschen. Als dieser die schönsten Rinder des Herkules ohne Wärter sah, zog er mehrere von ihnen am Schwanz schnellstmöglich in seine Höhle, damit der Herr, wenn er seine schönsten Rinder sucht, glaubt, dass diese herausgehen und nicht hineingehen. Aber dennoch täuschte er den Herkules, jenen äußerst tapferen Mann nicht: Als dieser das ganz klägliche Muhen eines Rindes gehört hatte, riss er eine Waffe an sich und ging gegen den verschlossenen Eingang der Höhle vor, aber vergeblich. Deshalb hat er den sehr gewaltigen Felsen, der ihr Dach war, mit seinen äußerst starken Händen entfernt, damit die aufgedeckte Höhle des Cacus offen stand. Dann kämpfte er sehr heftig mit ihm und zog den gewaltigen Körper des Besiegten an das Tageslicht. An diesem Ort aber, an dem Herkules seinem Vater Iupiter opferte, wurde später ein Altar errichtet, der immer als der Größte bezeichnet wurde und immer der Größte war.